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Mittelalter Topliste
Mittelaltermagazin Topliste
Ausgabe 5 - Buchrezensionen - mittelalterliche Kochbücher
Ausgabe Nr

Ausgabe Nr. 05/2011

Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters

Sonntag, 6. März 2011


 

Achim Werner

Kochen durch die Epochen

Von der Steinzeit bis ins Mittelalter

 

ISBN-13: 978-3-8062-2384-2
Erscheinungsjahr:
2010
Auflage:
1
Extras:
rund 80 farbige Abbildungen
Einband:
kartoniert
Seiten:
96
Verlag:
Theiss
Preis:
12,90 €

 

Peter Lutz
Mein new Kochbuch

Würst vom Salm, Salbeimäuschen und weitere Rezepte des Mittelalters
 

ISBN-13: 978-3-936622-64-5
Erscheinungsjahr:
2005
Auflage:
1
Extras:
durchgehend farbig
Einband:
kartoniert
Seiten:
112
Verlag:
M. Naumann  / vnm
Preis:
18,- €

 

Ein einfaches Cover, ein günstiger Preis, ein Kochbuch randvoll mit spannenden Rezepten und sachkundigen Informationen. Auf eine sinnlich erlebbare Zeitreise nimmt der Autor uns mit, durch elf Epochen, in denen jeweils drei schmackhaft klingende Haupt- und eine Nachspeise vorgestellt werden. Jede Epoche wird dabei eingeleitet mit einer Beschreibung der damaligen Bedingungen wie Klima, Lebensweise der Menschen, technische Entwicklung und nahrungstechnische Errungenschaften. Bei allen Rezepten werden die zum jeweiligen Zeitalter verfügbaren Nahrungsquellen und Lebensmittel, sowie die vorherrschenden Zubereitungs- und Konservierungsmöglichkeiten berücksichtigt. Auch wenn die Garzeiten sich auf moderne Küchengeräte beziehen, sind alle Gerichte auch über offenem Feuer, mit einem Holzkohlegrill oder im Kuppelbackofen aus Lehm zuzubereiten. Sollte die ein oder andere Zutat uns heute zu exotisch erscheinen oder schwer zu beschaffen sein, sind passende Alternativen genannt, die dem heutigen Gaumen bekannter sind. Die stimmungsvollen Rezeptbilder lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und wecken die Neugier am Nachkochen. Im Anhang finden sich eine Bestimmungshilfe für Wildkräuter und eine weiterführende Literaturliste.

 

Für mich das interessanteste Geschichts-Kochbuch seit langem, wegen der kurz und verständlich erläuterten Hintergründe, der gut nachvollziehbaren Rezeptangaben und der nicht benötigten Burgküchenausstattung. Mit diesem Buch hat sich der Autor seine 5 Steine wieder einmal verdient, es ist bestens geeignet für Lager aus den Bereichen Mittelalter, Reenactor und LARP, sowie alle anderen Kochbegeisterten. Unbedingt empfehlenswert!

Kein neues Kochbuch, trotz des Titels, aber fehlen darf es keinesfalls in einer Rezensionsgruppe über mittelalterliche Küche. Peter Lutz führt uns in seinem zweiten mittelalterlichen Kochbuch bei vnm zunächst in eine mittelalterliche Burgküche, mit überzeugend nachgestellten Szenen und genauen Beschreibungen der Küchenarbeitsplätze und -geräte. Dann geht er auf eine Hauptzutat vieler Rezepte in diesem Buch ein, den Fisch. Er erklärt nicht nur Vorkommen und Bedeutung des Fisches im Mittelalter, er gibt auch ganz praktisch Ratschläge, woran man frischen Fisch erkennt und eine Übersicht der möglichen Zubereitungsarten. Dann folgen Seite für Seite Rezepte für Fischgerichte und passende Saucen, manches bekannt, manches ungewöhnlich, aber immer belegt mit entsprechenden Zitaten aus alten Kochbüchern und schön bebildert mit Fotos von der eigens getesteten Zubereitung. Zu Beginn erschien mir der Kapitel- und Seitenaufbau wenig klar, doch wird zunächst historisches berichtet, dann, grün unterlegt, die benötigten Zutaten aufgelistet und anschließend das "heutige" Rezept erklärt. Besonders aufschlussreich auch die blau unterlegten Exkurse zu verschiedensten Zutaten wie Pfeffer oder Kräuter. Außer Fischen findet der Leser auch Rezepte für Rind, Geflügel, Eier und Hülsenfrüchte. Auch ein paar Süßspeisen werden erwähnt. Nett die Menüvorschläge am Ende des Buches und eine Liste mit Bezugsmöglichkeiten für ungewöhnlichere Zutaten oder Küchenzubehör.

 

Insgesamt ein sehr gelungenes Kochbuch mit vielen geschichtlichen Informationen. Ohne die Rezeptübersicht am Ende würde man es vielleicht aber nicht allzu häufig zur Hand nehmen. Eindeutig mehr für das Kochen zu Hause als für die Lagerküche geeignet, hier sehr empfehlenswert.

 

Leo Vogt
Die Garküche

Kochen, Braten und Backen im Mittelalter

 

ISBN-13: 978-3-929366-31-0
Erscheinungsjahr:
2003
Auflage:
3
Extras:
durchgehend schwarz-weiß
Einband:
gebunden
Seiten:
96
Verlag:
verlag regionalkultur
Preis:
12,- €

 

 

Peter Lutz
Orientalisch-mittelalterliche Küche


 

ISBN-13: 978-3-940168-44-3
Erscheinungsjahr:
2009
Auflage:
1
Extras:
durchgehend farbig
Einband:
kartoniert
Seiten:
112
Verlag:
M. Naumann  / vnm
Preis:
18,- €

 

Ein mir bisher unbekannter Verlag, ein Cover, welches seinen Reiz erst auf den zweiten Blick entfaltet und eine zwar bereits 3. Auflage, welche aber schon einige Jahre zurückliegt. Aber jetzt habe ich "Die Garküche" entdeckt und bin begeistert von ihr! Ein mittelalterliches Kochbuch, das gleichzeitig ein Lesebuch ist. Auf je 2 - 3 Seiten wird eine mögliche Person des Mittelalters mit ihrem Beruf vorgestellt, ein Bäcker, ein Wirt, ein Händler und andere, anschließend werden deftige und süße Speisen, Gebackenes, Fastengerichte, Eingelegtes und vieles mehr in Rezepten aufgeführt. Mit stimmungsvollen Fotografien des heute gelebten Mittelalters und überlieferten Zeichnungen, Drucken und Stichen untermalt, führt dieses Buch leichten Fußes durch die kulinarischen Genüsse jener Zeit. Ergänzt durch Tipps für die Umsetzung in der heutigen Küche ist es ein wertvoller Begleiter beim Entdecken und Erleben der mittelalterlichen Küche. Am Ende des Buches gibt es Menüvorschläge für ein Schlachtfest, ein Fastenessen, eine Vesper und andere Gelegenheiten. Und ja, man kann für 100 Leute am offenen Feuer kochen; wie gern wäre ich dabei gewesen. Beim Lesen des Buches und Betrachten der Bilder wächst in mir die Vorfreude auf den nächsten Mittelalter-Markt, zum Glück beginnt die Saison bereits bald.

 

Ich empfehle dieses Buch dringend nicht nur jedem, der sich ein eindrucksvolles Bild von den mittelalterlichen Bedingungen und Möglichkeiten des Kochens machen möchte und Interesse daran hat, dies selber nachzuerleben. Auch für heutige Hobby-Köche bietet es einiges. Viele Grundfertigkeiten in der Küche können entwickelt und verfeinert werden und ganz nebenbei findet man heraus, dass Kochen leicht auch ohne Fertigmischungen und Geschmacksverstärker gelingen kann.

Und noch ein Koch-Lese-Buch von Peter Lutz, diesmal zu der mittelalterlichen Küche des Orients. Wieder sauber recherchiert und mit märchenhaften Fotos abgerundet entführt uns der Autor auf eine kulinarische Zeitreise durch die Welt von 1001 Nacht. Dieses Mal schien mir der Kapitel- und Seitenaufbau sofort schlüssig, vielleicht aber auch aufgrund meiner Erfahrungen mit "Mein new Kochbuch". Der Leser erhält zunächst eine generelle Einführung in die orientalisch-mittelalterliche Küche, erfährt etwas über Gewürze und Gewürzmischungen, die Bedeutung von Blumen, Blüten und Wässerchen, der Verwendung von Fleisch und Speisefetten, der Notwendigkeit von Früchten sowie dem scheinbaren Widerspruch von Weingenuss und Alkoholverbot. Tischzuchten werden erläutert, sollen doch nicht nur die Zutaten, sondern auch das Benehmen der Speisenden zur gewählten Darstellung passen. Auch die entsprechenden Küchenutensilien und deren Handhabung werden natürlich ausführlich vorgestellt. Nun folgt das größte Kapitel mit den Hauptspeisen und ihren Beilagen, beim Betrachten der Fotos und Überfliegen der Rezepte läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Zum Abschluss der stilechten orientalischen Tafel und damit auch dieses Buches gehören die Süßigkeiten und Getränke, sogar das Geheimnis des auf mittelalterlichen Märkten verkauften Fruchtleders wird gelüftet. Wieder präsentiert der Autor uns Menüvorschläge und Bezugsquellen für Zutaten und Gerätschaften; den geheimnisvoll klingenden Namen der Rezepte in der abschließenden Liste sind glücklicherweise kurze Erläuterungen angefügt.

 

Meine Meinung: Ein rundum gelungenes nicht-nur-Kochbuch zur orientalisch-mittelalterlichen Küche, informativ, appetitanregend und zum Nachkochen animierend. Unentbehrlich für einen kulinarischen Abend à la 1001 Nacht! Und gespannt warte ich auf mein Rezensionsexemplar von "Herrenspeis und Bauernspeis" vom selben Autor, das leider zur Zeit nicht verfügbar ist...

 

Mathilde Grünewald
Nibelungenkochbuch

ISBN-13:
978-3-89870-281-2
Erscheinungsjahr:
2006
Auflage:
1
Extras:
durchgehend farbig
Einband:
gebunden
Seiten:
160
Verlag:
Kunstverlag Josef Fink
Preis:
24,80 €

 

Carola Ruff
Essen von der Wiese

 

ISBN-13: 978-3-89798-206-2
Erscheinungsjahr:
2010
Auflage:
4
Extras:
Miniformat 6,2 x 9,5 cm
Einband:
gebunden
Seiten:
128
Verlag:
BuchVerlag für die Frau
Preis:
5,- €

 

 

Kunstverlage bringen offenbar gern großformatige Bücher heraus, ob dies bei einem Kochbuch nötig ist, sei dahingestellt. Die Archäologin und Museumsdirektorin Dr. Mathilde Grünewald führt uns in ihrem Nibelungenkochbuch durch eine erdachte Rezeptsammlung, wie sie am Wormser Königshof möglich gewesen wäre. Sie beginnt ihr Buch mit mehreren Seiten Ausführungen zu mittelalterlicher Koch- und Esskultur, hier erkennt man Sachkundigkeit und Fachwissen. Sie beschreibt Küchenausstattung und Tafelgeschirr, spricht über die regionale und saisonale Verfügbarkeit der Zutaten, Tischsitten, sowie die Zuteilung der Speisen zu den verschiedenen gesellschaftlichen Ständen. Auf den letzten zwei Seiten vor dem Rezeptteil spricht sie über das mittelalterliche Kochen heute und hier wird für mich deutlich, dass sie weniger vom Kochen als vom Speisen im mittelalterlichen Stil angetan ist, denn auf moderne Küchengeräte mag sie scheinbar nicht verzichten dabei. Dies schlägt sich auch in der unpassenden, wenn auch nicht lieblosen, Bildgestaltung nieder, in der Glasplatten, Ofenroste, Cerankochfelder undifferenziert neben tönernen Tellern und hölzernen Schüsseln abgebildet werden. Die Rezepte sind allesamt überzeugend und gut nachvollziehbar, jede höfische Tafel kann kritiklos damit bestückt werden. Allerdings hätte ich mir von einem Nibelungenkochbuch die entsprechende Bildgestaltung gewünscht.

Meine Meinung: Ein sachkundig erarbeitetes, aber unpassend gestaltetes Mittelalterkochbuch, trotzdem empfehlenswert für den Koch, der auf der Suche nach feinen Rezepten jener Zeit ist.

Klein, aber oho! Das beschreibt das Mini-Kochbuch von Carola Ruff am Besten. Ein Buch im Hosentaschenformat, mit stolzen 128 Seiten und randvoll mit Köstlichkeiten von der Wiese und vom Wegesrand. Begleitet von ganzseitigen Nahaufnahmen, werden zunächst die einzelnen Wildkräuter vorgestellt, dann folgen ein paar Tipps zum Sammeln und Zubereiten der häufig verkannten Gaumenfreuden. Die folgenden Rezepte sind eine bunte Mischung aus Salaten, Soßen, Gemüsegerichten, Gebratenem und einigem mehr, einfach und schnell zubereitet. Natürlich passen nicht alle Zutaten in die mittelalterliche Küche, aber leicht kann man diese ersetzen. Auf jeden Fall bietet dies Büchlein viele Anregungen für die Lagerküche und ermutigt zum Sammeln der Kräuter in freier Natur, wenn das nicht zum Lagerleben passt. Und ein Plätzchen im Gepäck findet es allemal.

Ein feines Preis-Leistungs-Verhältnis und ein guter Einstieg in die Beschäftigung mit sowie die Verwendung von einheimischen Wildkräutern. Empfehlenswert!

  Rezensionen: Cornelia Niehus

 


Erscheinungsweise: Zweimonatlich

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