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Ausgabe 5 - Kleine Tanzschule - Schiarazula
Ausgabe Nr
Ausgabe Nr. 03/2010 Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 17. Oktober 2010


Kleine Tanzschule

Da wir immer viel Freude an den verschiedenen Tänzen auf heutigen Mittelaltermärkten haben, kam mir die Idee zu einer kleinen Reihe über jene Tänze, die dort hauptsächlich getanzt werden. Nicht jeder dieser Tänze mag für das Mittelalter belegt sein, in ähnlicher Form gab es sie aber bestimmt.

Der heutige Tanz ist die Schiarazula, ein schneller Tanz mit wenigen einfachen Grundschritten. Allerdings ist es ein Wettkampf zwischen den Musikern, die versuchen, immer schneller zu spielen und den Tänzern, die versuchen, das Tempo zu halten. Wer zuerst einen Fehler macht, hat verloren.

Leider habe ich für diesen Tanz weder historische Belege noch eine Übersetzung gefunden, wer hier weiterhelfen kann, darf sich gerne melden. Auf der Internetseite www.monacensis.de wird der Tanz der einfachen Bevölkerung im Hochmittelalter zugeschrieben, Belege gibt es allerdings nicht. Hier findet sich als erstes auch eine mir bisher unbekannte Variante der Schrittfolge. Ich führe hier allerdings nur diejenige aus, die ich auf den meisten Mittelalterveranstaltungen erlebt habe.

 

Generell kann jedes Lied verwendet werden, welches sich in Strophe und Refrain mit je einer Wiederholung von 4 4/4 Takten aufteilt.
 

Die Grundaufstellung ist die eines durchgefassten Kreispaartanzes für beliebig viele Paare, d.h. es stehen immer abwechselnd ein Mann und eine Frau, wobei sich alle an den Händen halten.

Der erste Schritt im ersten Teil ist ein einfacher nach links, beim zweiten kreuzt man den rechten Fuß hinter den linken, der dritte Schritt ist wieder ein einfacher nach links, beim vierten kickt man mit dem rechten Fuß vor dem linken, ohne ihn abzustellen. Nun wird die selbe Schrittfolge in die andere Richtung wiederholt. Es folgt eine Wiederholung der beiden Schrittfolgen.

Im zweiten Teil lösen alle die Handfassung, man wendet man sich zuerst zum eigenen Partner und schnipst ihm mit beiden Händen zu (In verschiedenen Tanzgruppen wird dies unterschiedlich gehandhabt, manche schnipsen auch erst dem anderen Tänzer neben sich zu. Ich denke, wichtig ist lediglich, das sich vor Tanzbeginn alle auf dieselbe Reihenfolge einigen.) Mit dieser Bewegung hat man praktisch schon einen Schritt in die Mitte hinein getan. Ein weiterer Schritt erfolgt durch eine halbe Drehung auf dem inneren Fuß, zu dem Tänzer, zu dem man gerade mit dem Rücken steht. Schnipsen. Dann wieder eine Wendung über die innere Schulter zum eigenen Partner und erneutes Schnipsen. Jetzt wenden sich alle mit dem Oberkörper nach außen und klatschen dreimal rhythmisch in die Hände. Die Wende-Schritt-Schnips-Folge wird jetzt in umgekehrter Reihenfolge wiederholt, die Tänzer bewegen sich also wieder aus der Mitte heraus. Im Außenkreis angekommen, klatschen die Tänzer dreimal zur Mitte.

Teil 1 und Teil 2 werden so oft, mit steigendem Tempo, wiederholt, bis Musikern oder Tänzern ein Fehler unterläuft.

Im Internet finden sich zahlreiche Musikbeispiele für die Schiarazula sowie verschiedenste Videoclips. Er ist ein recht einfach zu erlernender Tanz, der viel Spaß bringt. Ich finde ihn besonders publikumswirksam, weil beim Klatschen nach Außen quasi die Zuschauer mit einbezogen werden, besonders, wenn die Tänzer sich nicht scheuen, Augenkontakte herzustellen.

Sollte man einmal aus dem Takt kommen, besteht die wahre Kunst darin, es gekonnt zu überspielen und an einer passenden Stelle wieder einzusteigen.

 

 

Viel Spaß beim Tanzen wünscht euch

Cornelia Niehus

 

 

Quellen:

www.monacensis.de
www.musicalion.com
 




Erscheinungsweise: Zweimonatlich Verfielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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