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Mittelalter Topliste
Mittelaltermagazin Topliste
Seite 20 - Dezember 2010

Ausgabe Nr. 04/2010 Web-Zeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 26. Dezember 2010


Carpe Diem ist ein kreatives deutsches CD-Label für Alte Musik, Improvisierte Musik und stilistische Grenzgänge.

Carpe Diem ist ein kreatives deutsches CD-Label für Alte Musik, Improvisierte Musik und stilistische Grenzgänge. Es wurde 1995 von Prof. Thomas Görne gegründet und wird seit 2008 von den Tonmeistern Jonas Niederstadt und Johannes Wallbrecher geleitet. Unter den Carpe Diem Künstlern finden sich renommierte Stars wie Michel Godard, Hille Perl und William Dongois, aber auch viele junge, noch zu entdeckende Talente.

Carpe Diem möchte nicht Bestehendes wiederholen, Musik, die zur Genüge existiert, ein weiteres Mal anbieten, sondern einen Platz schaffen für lebendige Kunst, für Musik zwischen den Welten von geschriebenem Werk und frei empfundener Improvisation, zwischen edler Kunstmusik und launenhaftem Spieltrieb, zwischen alten Traditionen und dem Empfinden des Musikers im Hier und Jetzt.

Das Label Carpe Diem sucht nach Grenzgängen und unerforschten Plätzen in der Landschaft unserer Musikerfahrung – nicht aus Widerstand gegen das Bekannte, sondern aus Leidenschaft für das Neue. Carpe Diem ist ein Ausdruck von Suche nach dem Sinn und Wesen der Musik, nach der Magie, die dem Klang innewohnt und Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort miteinander verbindet.
Carpe Diem Aufnahmen entstehen an authentischen Orten wie alten Kirchen, Klöstern und Sälen, die für die aufzunehmende Musik und die gespielten Instrumente ideale Bedingungen bieten. Dadurch werden Klang und Atmosphäre des Ortes zu einem integralen Bestandteil der Musik.

Ebenso wie der Klang zielt das grafische Design der CDs darauf ab, die Idee des musikalischen Werks in Bild und Gestaltung zu reflektieren. Bei den meisten Aufnahmen ist ein Fotograf anwesend, um den intimen Entstehungsprozess der Einspielung in Bilder zu fassen.

Das zentrale Anliegen für Carpe Diem bleibt es dabei, die Musik in ihrer ganzen Schönheit, Kraft und Wirklichkeit an Menschen zu vermitteln und weiterzugeben und sie an den Erfahrungen der hochfragilen und atmosphärisch dichten Momente, in denen eine wunderbare Aufnahme entsteht, teilhaben zu lassen.

   
Musikrezension
John come kiss me now & Cradle of Conceits
 

Über die CD

John come kiss me now
spirit meets pleasure - spirit needs leisure

„John come kiss me now" ist eine farbenfrohe Sammlung englischer Hof-, Kammer- und Tanzmusik aus dem 17. Jahrhundert, gespielt auf historischen Instrumenten in verschiedensten Besetzungen von dem Freiburger Ensemble für Alte Musik „La Beata Olanda" (zu deutsch: „Das Schöne Holland").

Es spielen Claudia Hoffmann (Barockvioline und Pochette), Gerald Stempfel (Tenorgambe, Diskantgambe, diverse Blockflöten), Thorsten Bleich (historische Zupfinstrumente) und Tina Speckhofer (Cembalo).



Vielen Dank für die Rezensionsexemplare an Carpe Diem Records
Weblink: http://www.carpediem-records.de/

John Come Kiss Me Now
La Beata Olanda
Preis: EUR 19,99
Bestell Link

 

Rezension
Torsten Niehus

... Ein Cover macht noch keinen Bestseller ...

Nichtssagend liegt die CD vor mir und ehrlich gesagt spricht mich das Cover auch überhaupt nicht an. John come kiss me now // spirit meets pleasure - spirit needs leisure erinnert mich lediglich an esoterische Musik und lässt mich auch nicht im geringsten "ersehen" was auf dieser CD wohl an Musik sein soll.

Nun denn, nach öffnen des Covers und einem Blick auf die Playlist auf Seite 4 des Booklets komme ich der Sache schon näher, handelt es sich dort doch offensichtlich um Musikstücke und Tänze unter anderem von John Playford, Matthew Locke, David Mell, Henry Purcell und Solomon Eckels. Alles in allem Tänze aus der Welt der Renaissance ... die Tänzer und Tänzerinnen unter uns wissen welche Musik sie auf der CD erwarten wird. Unverzichtbar ist diese CD für Tanzgruppen, die sich schon seit längerem mit dem höfischen Tanz auseinander setzen.

Titelliste

  1. Nobody's Jig
  2. Pavane - Arie - Courante - Sarabande
  3. John come kiss me now
  4. Spanische Pavane (f�r Gitarre solo)
  5. Pavane - Ayre - Galliard - Ayre - Sarabande
  6. Pavane - Allemande - Courante - Ayre - Sarabande - Jigg
  7. Division to a Ground
  8. Ground c-moll Z D221
  9. Pavane - Ayre - Courante - Fantazie - Ayre - Courante - Jigg
  10. Irish Bouree
  11. Scots Rant
  12. Wallingford House
  13. The Queen's delight
 

Über die CD
Cradle of Conceits

Lee Santana, obgleich hauptsächlich als Lautenist und Theorbenspieler (z.B. als Duopartner der Gambistin Hille Perl) bekannt, beschäftigt sich schon lange mit den verschiedenen, teilweise fast vergessenen Mitgliedern der Familie der Lauteninstrumente. Deswegen ist diese Einspielung auch eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit der Musik und v.a. dem Zeitgeist dieser Epoche, mit der Vielfalt, Verspieltheit und musikalischen Variabilität der damaligen Tanz-, Hof- und Kunstmusik. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Interpretation liegt daher nicht auf der exakten Wiedergabe der überlieferten Manuskripte, sondern vielmehr auf der persönlichen (obgleich durch profunde Kenntnis der Geschichte erarbeiteten) Auffassung Lee Santanas von der Art und Weise, wie diese Musik in ihrer Zeit gespielt, gehört und aufgefasst wurde.

Bei dieser Einspielung wurde viel Wert auf Authentizität gelegt - so sind die Lauten (es kommen 3 unterschiedliche Renaissancelauten zu Gehör) durchgehend mit Darmsaiten bespannt, die Cistern mit Metallsaiten und die Bandora mit Bronzesaiten aus spezieller, historischer Legierung.

Der Aufnahmeraum ist eine relativ kleine, mittelalterliche Feldsteinkirche (St. Firminuskirche) in Dötlingen, Norddeutschland, in der Musik dieser Art durchaus auch erklungen sein könnte. Durch die puristische Aufnahmetechnik (eine reine 2-Spur-Aufnahme, auch One-Spot-Recording genannt) kommt der Charakter dieses sehr markanten Raums voll zur Geltung.



Vielen Dank für die Rezensionsexemplare an Carpe Diem Records
Weblink: http://www.carpediem-records.de/

Cradle of Conceits
Lee Santana
Preis: EUR 19,99
Bestell Link

Rezension
Torsten Niehus

Hörbar und nachvollziehbar für den ein oder anderen Musiker, welcher sich mit Hof- und Kunstmusik auf traditionellen Instrumenten auseinander setzt. Wer hier vermutet er können nun die allgemeinen Lieder der heutigen Spielleute auf Mittelalterveranstaltungen zu Ohren bekommen irrt. Musik mit der Laute hat im klassischen Sinne nichts mit dieser "Mainstream Musik" gemein. Vielmehr handelt es sich um die wirkliche Auseinandersetzung und Interpretation der Musik im Zeitalter der Renaissance.

Auf jeden Fall ein Muss für den ernsthaften Musiker und den Musikliebhaber dieser Musikrichtung. Klare Klänge, unverzerrt und ungeschönt ... einfach gute Musik zum hören. Nicht mehr und nicht weniger.

Tipp
Andere Musik aus der Renaissance


Liebeslieder und Tänze der Renaissance
Capella Antiqua München, Ruhlan
Preis: EUR 4,99

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Erscheinungsweise: Zweimonatlich Vervielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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