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Ausgabe 3 - Buchrezensionen Sabine Ebert

Ausgabe Nr. 03/2010 Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 17. Oktober 2010


Buchrezension Buchrezension
Blut und Silber
Von Sabine Ebert

Preis: EUR 19,95

Veröffentlicht am: 2009-11-02
Erscheinungsdatum: 2009-11-02
Originalsprache: Deutsch
Einband: Gebundene Ausgabe
731 Seiten

Bestellink

Verlag:
http://www.droemer-knaur.de

Die Entscheidung der Hebamme
Von Sabine Ebert

Preis: EUR 9,99

Veröffentlicht am: 2008-10-01
Originalsprache: Deutsch
Einband: Broschiert
672 Seiten

Bestellink

Verlag:
http://www.droemer-knaur.de

Sabine Ebert
Blut und Silber  - Text der Autorin

Diese Geschichte beginnt im Dezember 1295: König Adolf von Nassau ist entschlossen, das Haus Wettin zu entmachten und ein riesiges Königsland in Mitteldeutschland zu errichten. Als der Meißner Markgraf Friedrich von Wettin einem Attentat knapp entkommt, schickt der König eine gewaltige Streitmacht gegen Freiberg, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt heftiger Streit angesichts des entfesselten Heeres, das die Stadt umschließt: Dürfen sie sich dem König widersetzen? Oder sollen sie die gewalttätigen Horden einlassen? Zu denen, die den Verteidigern Freibergs helfen, gehört auch Änne, eine Nachfahrin von Marthe und Christian, die jedoch ein ganz anderes Leben führt als einst Marthe.
Als die Stadt durch Verrat blutig eingenommen wird, bleibt Markgraf Friedrich nur das Exil.
In einer Schlacht bei Lucka nahe Leipzig im Mai 1307 entscheidet sich nicht nur das Schicksal der Silberstadt und des Hauses Wettin, sondern auch, ob das künftige Deutschland eine Zentralgewalt wird oder Partikularstaat bleibt. Wieder ist Freiberg in der Mark Meißen Ausgangspunkt der Handlung. Doch die Ereignisse führen meine Protagonisten unter anderem auch nach Altenburg, Großenhain, Rochlitz, Leipzig, auf die Wartburg, nach Nürnberg und ins mittelalterliche Prag. Fast der gesamte Verlauf der Handlung folgt - soweit wir es heute wissen - den tatsächlichen Ereignissen. Überlieferungen aus alten Chroniken dazu lassen manches heute Straßenzug für Straßenzug nachvollziehen. Es wird viel gekämpft in diesem Buch, aber natürlich wird auch geliebt. Doch es sind schwere Zeiten für Liebende ...

Sabine Ebert
Die Entscheidung der Hebamme  - Text der Autorin

Der dritte Teil meiner Geschichte um Marthe und Christian beginnt mit einer Episode vom Hoftag Barbarossas 1179 in Magdeburg, die sich tatsächlich zugetragen hat: Dietrich von Landsberg, der Bruder des Meißner Markgrafen Otto von Wettin, fordert Heinrich den Löwen zum Zweikampf auf Leben und Tod heraus.
Ein beträchtlicher Teil dieses Buches schildert den Krieg gegen den Herzog von Sachsen und Bayern, der zur Ächtung des Löwen und zur Neuaufteilung seiner Herzogtümer führt.
Gemeinsam mit der Streitmacht der Wettiner belagert Christian die Burg Haldensleben bei Magdeburg, hilft bei der Verteidigung Goslars und zieht mit dem Heer des Kaisers durch die Lüneburger Heide nach Lübeck, um die reiche und dem Löwen treu ergebene Stadt zu erobern.
Christiansdorf wächst weiter, denn nachdem der Löwe die Gruben am Rammelsberg zerstören ließ, ziehen viele Goslarer Bergleute hierher.
Und ich lasse die Leser das Mainzer Hoffest von 1184 miterleben, das größte Fest des Mittelalters.
Doch auf Marthe und ihre Verbündeten warten auch im Dorf harte Bewährungsproben. Feinde tauchen auf und wollen alte Rechnungen begleichen, und die Christiansdorfer bekommen schon einmal einen bitteren Vorgeschmack auf das, was ihnen blüht, wenn Ottos ältester Sohn Albrecht die Herrschaft über die Mark Meißen übernimmt. Bevor das Silberdorf Stadtrecht erhält, eskalieren die Ereignisse. Es sind Tote zu beklagen, von denen einige dem Leser recht ans Herz gewachsen sein dürften ...

Rezension: Cornelia Niehus

Ein neues Buch über die Geschichte Freibergs, Sabine Eberts Wohnstadt, welche dereinst aus dem kleinen Dorf Christiansdorf hervorging. „Die Entscheidung der Hebamme“ endet 1185 mit der Ernennung zur Stadt und mit „Blut und Silber“, welches nicht direkt in die Reihe um die Hebamme Marthe gehört, versetzt uns die Autorin unmittelbar in das Jahr 1296. Über 1 Jahrhundert später ist Freiberg zu einer reichen Silberstadt heran gewachsen, um deren Herrschaft sich noch immer die Fürstenhäuser Deutschlands blutige Kämpfe liefern. Mit noch faszinierenderer historischer Genauigkeit beschreibt Sabine Ebert diese Auseinandersetzungen eng verknüpft mit dem Schicksal der jungen Änne, einer direkten Nachfahrin der Gründer Freibergs Marthe und Christian. Wieder einmal ist es die Schilderung der Rechtlosigkeit und das Ausgeliefertsein der Frauen und einfachen Leute im Mittelalter, die bei mir als Leserin und damit machtloser Zuschauerin empörtes Zähneknirschen verursachen und bewusste Verständnislosigkeit hervorrufen. Einen selbstlosen Helden wie Christian, dem es um den Schutz der Wehrlosen und im Endeffekt um die Gleichheit aller Menschen geht, sucht man in diesem Buch vergeblich. Zwar von ritterlichen Motiven beseelt und von tapferer Gesinnung sind einige der Streiter um Freibergs Schicksal, letztendlich kämpfen aber auch diese nur für den Machtanspruch ihres Herren und der aufmerksame Leser kann gleich zu Anfang zwischen den Zeilen lesen, das es für den kleinen Bürger keinen allzu großen Unterschied bedeutete, welcher Fürst gerade seine Macht auf  dessen Rücken aufbaute. Weniger kitschig und klischeehaft, wenn auch nicht gänzlich frei davon, überzeugt mich dieses Werk der Wahl-Freibergerin noch deutlich mehr von ihren journalistischen und schriftstellerischen Fähigkeiten als die Hebammen-Bände.

Rezension: Cornelia Niehus

Der dritte Band, da liegt er nun also vor mir. Genüsslich zögere ich den Beginn der Lektüre noch etwas hinaus und ersinne mir zig Möglichkeiten, wie die Geschichte um Christiansdorf und seine Bewohner weitergehen könnte. Das Deckblatt des neuen Buches deutet bereits auf die Entwicklung des Dorfes hin, eine Stadtansicht erscheint im Hintergrund der jungen Marthe. Dann beginne ich zu lesen und schon nach wenigen Zeilen bin ich wieder völlig im Bann von Sabine Eberts mittelalterlicher Welt. König Barbarossa will die Reichsacht über seinen ehemaligen Vertrauten Heinrich dem Löwen verhängen. Hierzu ist eine ganze Reihe höfischer Regeln zu beachten und dementsprechend nehmen die Intrigen der Adelskreise im 3. Band der Hebammen-Reihe mehr Platz als in den vorherigen ein. Mit gekonnt aufrecht erhaltenem Spannungsbogen führt Sabine Ebert durch die historisch weitreichenden Geschehnisse um die sächsischen Fürstenhäuser. Krieg zieht herauf und verschont mit seinen Auswirkungen auch Marthe und ihre Familie nicht. Christian und Lukas müssen Markgraf Otto von Wettin auf seinen Kriegszug begleiten und dessen machtbesessener Erstgeborener erhält das Kommando über die Christiansdorfer Burg. Wie erwartet nutzt dieser seine neue Position, um seinen Hang zur willkürlichen Grausamkeit ungehindert auszukosten. Erst nach mehreren Kriegszügen gelingt es, Heinrich den Löwen in die Knie zu zwingen und Albrecht nutzt die Abwesenheit seines Vaters skrupellos aus, um sich der Silbervorräte Christiansdorfes zu bemächtigen, was in einem blutigen Höhepunkt gipfelt.

Wieder ist Liebe und Leid eng miteinander verknüpft, große Gefühle und eine rasante Handlung, deutlich vielschichtiger als bisher, ließen mich manche Mittagspause überziehen, um nur noch ein Kapitel weiter zu lesen. Nicht ohne Kitsch und Klischees kommt auch der dritte Band der Hebammen-Bücher daher, dafür mit manch mehr oder weniger überraschender Wende und sobald es erschienen ist, habe ich mich auf den vierten Teil, den „Fluch der Hebamme“ gestürzt. Auf dessen Rezension müssen unsere Leser aber leider bis zur nächsten Ausgabe warten…




Erscheinungsweise: Zweimonatlich Verfielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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