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Mittelalter Topliste
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Ausgabe 3 - Ritter und Raufbolde

Ausgabe Nr. 03/2010 Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 17. Oktober 2010


Buchrezension
Ritter und Raufbolde - Vom Krieg im Mittelalter

Verlag -  PRIMUS Verlag GmbH
Riedeselstr. 57 A
64283 Darmstadt
http://www.primusverlag.de
Martin Clauss
Ritter und Raufbolde

Vom Krieg im Mittelalter
16,90 €
Geschichte erzählt, Band 20
2009, 144 S. mit ca. 15 Abb., Halbleinen
Format 13,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-89678-395-0
Rezension: Torsten Niehus

Ritterliche Helden oder doch Raufbolde?

Mittelalterliche Kampfszenen im Kino oder auf dem Fernseher geben und häufig ein Bild von Rittern in glänzenden Rüstungen, die in Scharen dem Sieg entgegen ziehen und der Zuseher wird in eine romantische Welt des Rittertums geschickt. Die Wahrheit aber ist eine ganz andere. Zu tausenden werden Menschen auf Schlachtfeldern getötet und manch "edler" Ritter mutiert zum Raufbold, welcher wenig ritterlich auch dem Terror an der Bevölkerung anheim fallen konnte.

Martin Clauss entwirft in seinem Buch Ritter und Raufbolde - Vom Krieg im Mittelalter ein vielschichtiges Bild vom Krieg im Mittelalter, in dem der Tod allgegenwärtig war und aus dem keine Helden in strahlenden Rüstungen hervorgingen. Martin Clauss räumt auf mit der Verklärung des Bildes vom edlen Ritter und beschreibt flüssig und auch für Laien gut lesbar das Bild des wahren Krieges im Mittelalter.

Leider zeigt das Buch nicht fortlaufend, sonder Schlaglichtweise in verschiedenen Kaptiteln die Aspekte des mittelalterlichen Krieges. Der historisch gebildete Leser wird eine gewisse Tiefe des Themas vermissen. In Anbetracht dessen, das es die Intention des Verlages und des Autors war, mit einem lockeren Kapitelaufbau und einer flüssigen Erzählweise, gerade dem wenig historisch gebildeten Leser ein informatives Buch an die Hand zu geben, ist dieses Buch als Einstieg in das Thema als lesenswert zu empfehlen.


Der Krieg im Mittelalter hat viele Gesichter. Er ist Feldschlacht, Belagerung oder Kriegszug. Doch die offene Feldschlacht, die große „Entscheidungsschlacht“, bezeichnend für Kriege des 19. Jahrhunderts (Waterloo, Königgrätz), war eher die Ausnahme, und wenn, dann war sie wild, grausam, ein unberechenbares Getümmel. Strategisch ausgeklügelter und waffentechnisch fortschrittlicher gestaltete sich die Belagerung: „Bei der Wahl der verwendeten Munition konnten mittelalterliche Krieger erstaunlich ‚modern’ sein und zeigten sich als Meister der biologischen als auch psychologischen Kriegsführung“, so Clauss. Tote Pferde, Leichen, Leichenteile wurden in die belagerte Stadt katapultiert. „Sie banden die [pestinfizierten] Leichen auf Wurfmaschinen“, heißt es über die Belagerung der genuesischen Stadt Caffa auf der Krim (1346). Das letzte Mittel oder gängige Kriegspraxis, so wirkungsvoll wie das Aushungern einer Stadt? Kriegsrechtliche Einwände, ritterliche Rücksicht, moralische Bedenken? Von wegen, sogar die Belagerten trieben wehr-, also nutzlose Alte, Frauen, Kinder und Kranke aus der Befestigung in die Gräben, zwischen die Fronten, in den erbarmungslosen Hunger- und Kältetod.
Quelle: http://www.buecher-wiki.de

Buchinhalt

Seit der Romantik wird das europäische Mittelalter verklärt. Auch das Bild vom Krieg, das uns bis heute in Filmen und Erzählungen begegnet, scheint weichgezeichnet und alles andere als differenziert. Der Krieg ist zwar schrecklich, wird aber letztlich zur Kulisse für Helden vom Schlag eines Prinz Eisenherz. Kriegsgeschichte ist Heldengeschichte; die Opfer treten in den Hintergrund. Martin Clauss entwirft dagegen ein vielschichtiges Bild vom Krieg im Mittelalter, das sich einer Wirklichkeit annähert, in der der Krieg in erster Linie Tote und keine Helden erzeugt. Detailliert beschreibt er, wie der Krieg vor sich ging und mit welchen Waffen er ausgefochten wurde. Dabei geht es immer um die Menschen, die der Krieg betraf und um ihre ganz unterschiedlichen Perspektiven auf die Ereignisse: um Sieger und Verlierer, um Kombattanten und Nichtkombattanten, die Opfer des Krieges waren.

Zum Autor:
Martin Clauss, Jg. 1973, lehrt mittelalterliche Geschichte an der Universität Regensburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Themenbereich „Krieg im Mittelalter"

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Martin Clauss
Ritter und Raufbolde

Vom Krieg im Mittelalter
16,90 €




Erscheinungsweise: Zweimonatlich Verfielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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