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Ausgabe 3 - Volkes Stimme

Ausgabe Nr. 03/2010 Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 17. Oktober 2010


Volkes Stimme

Zum Thema:
Ben Hur - Das Wagenrennen 2010

http://www.wagenrennen.com/

*Alle hier abgegebenen Meinungen geben nicht die Meinung von Praeco Medii Aevi wieder.

Von Genoveve
Betreff Dem Volk aufs Maul geschaut!*

So begab ich mich am 8. August 2010 erwartungsvoll auf die Rennbahn - Mariendorf in Berlin.
Die Römer waren dort um das Römische Wagenrennen Ben Hur wieder lebendig werden zu lassen. Meine Gewandung zu diesem historischen und Farbenfrohem Spektakel war sorgsam ausgesucht. Ich war als Keltin gewandet, nun das ist in Ordnung sagte ich mir. Die Römer und die Kelten, schon immer ein Thema!

Vor einigen Jahren fand das Wagenrennen noch auf der Trabrennbahn Berlin Karlshorst statt, ich war auch dabei, als Gast in Gewandung. Das erste Spektakel war farbenfroh und so voller Magie. Es waren Mittelalterliche Stände dort, Händler genau so gekleidet, Es gab Felle, Met, Schwerter und die Gewand Schneiderinnen boten die schönsten historischen Gewänder passend
für die Römer und Römerinnen feil. Eine junge Römerin wandelte mit einer Schlange um den Hals stolz und mutig zwischen den Gästen. Es war ein Schmied anwesend, der sich auch, auf Tatoo's malen auf der Haut verstand. Auch einen Runenwerfer, an dessen Stand sich die weiblichen Gäste drängelten war zu erleben. Die Kinder bestaunten Kamele auf denen sie auch reiten konnten. Bevor das Rennen startete, zogen die Streitwagen auf denen die Lenker in ihrem Prachtvollen Gewändern, die Legionäre und auch Römerinnen folgten ihnen als Fussvolk, nahe an den Rängen und Logen vorbeifuhren, wurde das Volk auf den Rängen begrüßt, und es jubelte zurück. Gänsehaut Feeling Antik! Römer, Pferde und Fußvolk zum anfassen!


Ganz anders in Berlin-Mariendorf

Vorab aber sei geschrieben, die Streitwagen, Lenker und Pferde haben ihr bestes gegeben. Zu sehen waren sie leider nur aus der ferne. Es ist sicher nicht einfach für den Veranstalter solch ein Römisches Wagenrennen auf die Beine zu stellen, aber das was sich im August bot, war einfach nur peinlich. Das Volk strömte in Massen, viele Eltern, Kinder und ältere Menschen wurden mit bunten Flyern auf Hochglanz Papier die eine Römische Veranstaltung etwa wie aus 1001 Nacht versprach angelockt.

Nichts der gleichen war zu finden auf dem Gelände. Mürrisch blickende Security Mitarbeiter am Eingang. Bierwagen in denen total gestresstes Personal den "Gerstensaft" in Plaste Bechern reichte. Zwei Fleisch und Wurst Bratereien wie sie auf jeden Straßenfest zu finden sind. Einen Eiswagen der den Besucherstrom und den vielen Kindern bei dieser Hitze nur Eis anbot das sofort zerfloss. Ein einziger Mittelalterlicher Stand der Holzschwerter für die kleinen anbot.
Eine Familie die mit ihren Ponys, reiten für Kinder möglich machte. Eine Hüpfburg, wo Eltern für zehn Minuten hüpfen ihrer Kinder extra bezahlen mussten! Einen Stand der teuren Magnetschmuck anbot, die Anbieterin war weder Römisch noch Mittelalterlich gekleidet.
Vom bunten Basar, der verzaubern sollte war weit und breit nichts zu sehen. Eine Wettgaststätte die offen hatte bot im Sparprogramm Kaffee und Kuchen an. Die Terrasse von der das Starten der Streitwagen gut zu sehen war, lange vorher waren diese Plätze "reserviert" worden. Wer keinen Platz auf den Rängen oder in den Logen, die für teures Eintrittsgeld zu haben waren hatte, dem erging es schlecht.

Das Fußvolk konnte das Rennen nur gut sehen wenn ihre Körpergröße etwa 2 Meter war, so hoch war die Hecke die den Besuchern die Sicht zur Rennstrecke versperrte! Nur gut wer hören konnte, die Lautsprecher Ansagen um das Rennen wenigstens mit den Ohren zu verfolgen.
Weinende Kinder die auf den Schultern der Eltern ruhig wurden, als sie endlich etwas sahen.

"Ach bin ich froh sie gefunden zu haben" sprach eine betagte Besucherin mich an, in den Händen hielt sie ihre Eintrittskarte für einen Platz auf einem der Ränge. " Sie sind doch sicher eine von den Veranstaltern und können mir sagen wo ich hin muss!" Vergeblich suchte ich nach Hinweisen oder Nummern zu den Rängen, es war nichts Ausgeschildert, auch nicht der Weg zu den Toiletten!! Es sprachen mich noch viele Besucher mit Fragen an, immer glaubten sie jemanden der Veranstalter vor sich zu haben. Mir war es einfach nur peinlich nicht zu wissen wo, wie und so weiter! Nach drei Stunden wollte ich nur weg von diesem Ort.

Ich hatte den Ausgang fast erreicht, als wieder eine Frau im Rollstuhl mich ansprach. Sie war froh endlich jemanden gefunden zu haben um ihre Wut und Enttäuschung lautstark loszuwerden, Sie wedelte mit diesem schönen bunten so ein wundervollen Basar versprechenden Flyer. Nichts aber auch nichts was hier geschrieben steht hat sie gefunden, das ist das billigste vom billigen hier, für ein Horror Eintritt, sie fühlt sich betrogen! Die ganze Woche hat sie sich gefreut, Geld für die Taxe die sie hier her fuhr gesparrt und nun das!!!! Tränen waren zu sehen in ihren Augen. Alles nur Geldschneiderei auf Kosten der Besucher und so weiter...! In der Zwischenzeit haben sich noch einige Besucher dazugestellt und ihren Unmut und massive Kritik an den Veranstalter verkündet.

Was diese Besucher nicht wissen konnten, ich war auch nur GAST, der so schnell wie möglich nur weg wollte!!!!




Erscheinungsweise: Zweimonatlich Verfielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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