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Ausgabe 7 - Seite 15 - Buchrezensionen
Ausgabe Nr

Ausgabe Nr. 07/2011

Webmagazin / Webzeitung für Freunde des Mittelalters

Sonntag, 14. August 2011



Antonius und das Einhorn

Autor: Ludwig Gschwind
ISBN-13: 978-3-86744-128-5
Erscheinungsjahr: 2010
Auflage: 1
Einband: gebunden
Seiten: 144
Verlag: Sankt Ulrich Verlag
Preis: 12,90 €

Covertext: Antonius und das Einhorn, Hieronymus und der Löwe, Margaretha und der Drache, sogar Don Bosco und der Hund - viele Heilige werden traditionell mit Tieren dargestellt. Der Priester und Erfolgsautor Ludwig Gschwind erzählt in seinem bekannt volksnahen und lebendigen Stil, wie es zu diesen Verbindungen gekommen ist. Neben den erwähnten Beispielen finden sich hierunter auch einige "Raritäten". Denn wer weiß schon, was es mit Oswald und dem Raben, mit Benedikt und der Schlange oder mit Kevin und der Kuh auf sich hat?

Rezension: Kurz und knapp, eine Beschreibung, die meistens positiv bewertet, wenn ein Autor, das was er mitteilen möchte, in klaren, unverschnörkelten Sätzen zum Ausdruck bringen kann. Für diesen Titel trifft dies nur eingeschränkt zu, denn es ist zwar kurzweilig und flüssig zu lesen, was Ludwig Gschwind über Heilige und die ihnen zugeordneten Tiere und Fabeltiere zu berichten weiß; mir ist es aber häufig zu knapp betrachtet und zu einseitig analysiert, was die Bedeutung der tierischen Begleiter betrifft. Von dem Titelgeber des Buches, dem heiligen Antonius heißt es z.B.: "Wenn ein Bild der Buchmalerei wie beim Titelbild unseres Buches Antonius mit dem Einhorn zeigt und einem Löwen, dann wird hier das Ringen um Reinheit und Demut ins Bild gebracht. Das Einhorn gilt als das Symbol der Jungfräulichkeit und der Löwe als Symbol der Macht." Die Bedeutung des Einhorns als Symbol Jesu Christi oder als weltliches phallisches Symbol für Liebe und Ehe werden nicht erwähnt. Ich hätte mir auch genauere Angaben zu den verschiedenen Quellen, oder einfach entsprechende Abbildungen gewünscht, um den Blick des Autors nachvollziehen zu können. Nicht einmal ein Vor- oder Nachwort erklären Intention und Arbeitsweise des Autors.

So bleibt dieses Buch lediglich eine Ergänzungsmöglichkeit zu ausführlicheren Titeln mit ähnlicher Zielsetzung. Es ist gut zu nutzen als kleines Nachschlagewerk und durch die Nennung des jeweiligen Namenstages vielleicht für die Leute interessant, welche diese feiern. 12,90 € würde ich dafür nicht ausgeben wollen.

Hildegard von Bingen begegnen

Autor: Hildegard Gosebrink
ISBN-13: 978-3-929246-76-6
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 2
Einband: kartoniert
Seiten: 176
Verlag: Sankt Ulrich Verlag
Preis: 12,90 €

Covertext: Wer war Hildegard von Bingen wirklich? Naturkostliebhaber und Esoteriker verbinden mit ihr Dinkelbrot und heilsame Edelsteine. 1995 eroberte die CD "The music of Hildegard von Bingen" die US-Charts. Ist die Heilige des 12. Jahrhunderts tatsächlich die Schöpferin der "Hildegard-Medizin" und "Hildegard-Musik"? Die Benediktinerin, Äbtissin, Dichterin und Komponistin, Politikberaterin und Kirchenpolitikerin gehört zu den bedeutendsten Frauen gestalten des Mittelalters. Doch zwischen dem Zeitgeist-Image der Ordensfrau und ihrem wirklichen Leben zu unterscheiden heißt auch zu akzeptieren, daß ihre Visionen keine Esoterik waren, sondern eine begnadete Sicht auf die Heilige Schrift. Hildegard von Bingen zeigt darin das Wirken und den Willen Gottes.

Rezension: Hildegard von Bingen - auch ich verbinde damit automatisch eine naturkundliche Heilslehre, die Kirchenfrau kenne ich kaum. Dies ändert sich bei der Lektüre dieses Buches, welches nicht nur das Leben und Wirken der Benediktinerin zum Inhalt hat, sondern auch einen Blick auf ihr Welt- und Menschenbild bietet, sowie eine Kritik an der heutigen Vermarktung ihrer Lehren. Hildegard Gosebrink untersucht Vita und Werk der Äbtissin und ordnet diese in Hildegard von Bingens zeitgeschichtliches Umfeld ein. Ihr Stil ist klar und gut lesbar, interessant sind ihre kursiven Hervorhebungen von Fachbegriffen und Fremdwörtern, die sie in Randnotizen oder in Folgesätzen leicht verständlich erläutert, was die Benutzung eines Lexikons erspart. So mag ich das.

Fachliches Wissen gekonnt vermittelt; Hildegard Gosebrink weiß wovon sie spricht und bringt den Leser zu einer echten Begegnung mit ihrer Namensvetterin. Unterhaltsam und lehrreich, so muss ein gutes Sachbuch sein!

Die vergessenen Erfinder
Wie im Mittelalter die moderne Wissenschaft entstand

Autor: James Hannam
ISBN-13: 978-3-86744-176-6
Erscheinungsjahr: 2011
Auflage: 1
Einband: gebunden
Seiten: 448
Verlag: Sankt Ulrich Verlag
Preis: 34,95 €

Covertext: Von wegen finsteres Mittelalter! Ob Brille oder Linse, Kompass oder Uhrwerk - zahllose Erfindungen, die den Siegeszug der modernen Wissenschaft erst ermöglichten, wurden lange vor 1500 gemacht. Grund genug für den englischen Historiker James Hannam, das Bild von den dunklen, wissenschaftsfeindlichen Jahrhunderten einer gründlichen Revision zu unterziehen. Sein Buch "Die vergessenen Erfinder" hat in England 2009 für so großes Aufsehen gesorgt, dass es 2010 für den Book Prize der Royal Society nominiert wurde.

Rezension: Überraschend, lehrreich und spannend wären die drei Adjektive, die mir spontan einfielen, wenn ich nur drei benutzen dürfte, um dieses Buch zu beschreiben. James Hannam schreibt in einem schnellen, mitreißendem Stil über die vergessenen und teilweise namenlosen Wissenschaftler des Mittelalters, deren Denken und Wirken die Grundlagen für unseren heutigen Fortschritt legten. Mit unverhüllten Spitzen kritisiert er die Erfinder und Verteidiger der These vom "Finsteren Mittelalter. Er belegt gründlich und überzeugend, dass es nicht nur keinen Kampf zwischen Kirche und Wissenschaft gab, sondern dass gerade auch die Kirche als Institution und mit ihrer Forderung, Philosophie solle ihre Aufmerksamkeit auf die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten richten anstatt auf ihren Ursprung, das wissenschaftliche Denken und Arbeiten förderte. Er stellt Erfinder, Wissenschaftler und Denker vom frühen Mittelalter bis zum Ende der Renaissance vor und arbeitet eine andauernde Linie der Entwicklung des uns bekannten Fortschrittes heraus. Hierbei versäumt er nicht, die Wissenschaft und ihre Arbeitsbereiche nicht nur aus der heutigen Sicht zu betrachten, sondern auch aus der Lebenswelt des mittelalterlichen Menschen und bezieht Magie, Alchemie und Astrologie, als drei wichtige Wissenschaften des Mittelalters, in seine Analysen mit ein.

Ich habe dieses Buch mit großem Interesse, neugierigem Staunen und wachsender Bewunderung für die Leistungen unserer Vorfahren gelesen und es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.

Kostüme weltweit
Das illustrierte Nachschlagewerk der Bekleidung, vom Altertum bis ins 19. Jahrhundert

Herausgeber:Melissa Leventon
ISBN-13: 978-3-258-07415-3
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 1
Extras: durchgehend farbige Abbildungen
Einband: gebunden
Seiten: 352
Verlag: Haupt Verlag
Preis: 29,90 €

Verlagstext: «Kostüme weltweit» vereint zum ersten Mal die Werke der beiden klassischen Kostümillustratoren aus dem 19. Jahrhundert Auguste Racinet und Friedrich Hottenroth. Ihre Arbeiten werden zuerst in chronologischer, anschließend in thematischer Reihenfolge präsentiert. Lesende haben so die Wahl, den Wandel der Moden durch die Jahrhunderte zu verfolgen oder die Stilunterschiede einzelner Kleidungsstücke und Accessoires im Detail zu studieren. Schattenrisse verdeutlichen die sich wandelnde Silhouette der Kleidung. Querverweise machen auf wiederkehrende Motive aufmerksam und eine Registerleiste hilft bei der Reise durch die zeitliche Abfolge der Kostüme.
Mit Erläuterungen angesehener Expertinnen und Experten auf dem Gebiet des historischen Kostüms, mit aussagekräftigen zeitgenössischen Zitaten, in denen die Bedeutung des Modestils in seiner jeweiligen Zeit zum Ausdruck kommt, mit detaillierten Kommentaren und einem ausführlichen Glossar ist dieses Buch ein hervorragendes Überblickswerk zum reichhaltigen Vokabular der Mode im Wandel der Jahrhunderte.

Rezension: Ein Bilderbuch für Modefans, ein Nachschlagewerk für Geschichtsinteressierte, ein Ideengeber für NäherInnen und alle anderen Kreativen. Melissa Leventon hat hier eine übersichtliche Sammlung der Modewandlungen unserer Geschichte zusammengestellt, kompakt, farbenfroh, vielfältig und detailreich. Auch mit kritischem Blick auf die Ernsthaftigkeit und Genauigkeit der Kostümillustratoren Auguste Racinet und Friedrich Hottenroth, deren Farb- und Stilbeschreibungen nach heutigem Wissensstand manchmal nicht haltbar sind. Ein Buch zum drin Schwelgen, zum inspirierenden Durchblättern oder zum gezielten Nachschlagen von Modestilen.

Ständig kamen mir beim Betrachten und Lesen eigene Ideen für Kostüm-Entwürfe; beim Kauf dieses Buches ist die Anschaffung einer Nähmaschine dringend empfehlenswert.

Andre Zeiten, andre Drachen
Eine Kulturgeschichte der Drachen

Autor: Wolfgang Schwerdt
ISBN-13: 978-3-940621-25-2
Erscheinungsjahr: 2010
Auflage: 1
Einband: Klappenbroschur
Seiten: 140
Verlag: Vergangenheitsverlag
Preis: 14,90 €

Covertext: Ein Drache ist, so wissen wir aus Mythen, Legenden und Märchen, ein feuerspeiendes
Ungeheuer, das einen besonderen Bezug zu Jungfrauen hat, Schätze bewacht und Landschaften verwüstet. Daraus folgt dann, dass Drachen von ritterlichen Helden abgeschlachtet werden müssen, um die Menschheit von diesen Ungeheuern zu befreien. Gewaltig groß sind Drachen. Und sie sehen aus wie Echsen - so glauben wir zu wissen - mit mächtigem Gebiss, fürchterlichen Klauen und giftigem Atem. Und nicht zu vergessen, die riesigen Fledermausflügel, die die reptilartigen Wesen durch die Lüfte tragen. Drachen begleiten unsere Geschichte seit Jahrtausenden und sind untrennbar mit unserer Kultur verbunden.

Rezension: Und noch ein Buch zur "Geschichte" des Drachen, diesmal eines im praktischen Handtaschen-Format, auch von der Textmenge und -gestaltung bestens für die kleine, unkomplizierte Lektüre in der Bahn geeignet. Klassisch beginnt die Zeitreise mit dem sumerisch-babylonischen Schöpfungsmythos, führt durch biblische Urzeiten, über die Antike und das Mittelalter bis in die Neuzeit und Moderne, denen im Vergleich zu anderen Titeln dieses Themas erstaunlich viel Platz eingeräumt wird. Dies und der gesellschafts-analytische Blick des Autors auf die Vielgesichtigkeit des Drachens unterscheiden dieses Buch von anderen Drachenbüchern.

Mit lockerem Sprachwitz und doch fachlich überzeugender Genauigkeit nimmt uns Wolfgang Schwerdt mit auf eine oft vergnügliche, immer spannende Zeitreise der Dracologie. Ein Muss für alle Drachenfans, die wissen, dass der Drachen nicht im Mittelalter ausgestorben ist.

Fantasy-Figuren
Typische Fantasy-Charaktere zeichnen und kolorieren

Autor: Matt Dixon
ISBN-13: 978-3-7724-6067-8
Erscheinungsjahr: 2011
Auflage: 3
Einband: gebunden
Seiten: 256
Verlag: Topp-Verlag
Preis: 14,90 €

Covertext: Dieses Buch bietet eine umfangreiche Sammlung an Ideen und Techniken, um charakteristische Fantasy-Figuren zu entwickeln.
Einen einfachen Einstieg ins Thema vermitteln 31 Umrisszeichnungen mit beispielhaft ausgearbeiteten farbigen Bildern zu den bekanntesten Fantasy-Figuren. Die Zeichnungen können problemlos aus dem Buch kopiert und bearbeitet werden. Zusätzlich wird jede Figur mit wichtigen Informationen und Wissenswertem zu Anatomie und Bildaufbau ergänzt. Damit wird dem Zeichner aufgezeigt, wie er Gesichtsausdruck, Haltung und Pose, Kleidung und Waffen verändern kann. Wertvolle Expertentipps helfen dabei.
Egal, ob Sie traditionell zeichnen oder am Computer gestalten: Das Ziel ist es, individuelle Figuren zu entwickeln.

Rezension: Bereits beim ersten Durchblättern entstehen in meinem Kopf spontan Geschichten zu den verschieden Charakteren, die als Strichzeichnungen oder als kolorierte Comicbilder daherkommen. Das Buch beginnt mit einer inspirierenden Galerie bekannter Fantasy-Künstler, kleine Anmerkungen unter den Bilder richten das Augenmerk auf bestimmte Details. Kapitel 2 stellt die eigentliche Einführung dar, es geht um mögliche Inspirationsquellen, wie Bilder, Literatur, Filme und Orte, um Materialien und verschiedene Techniken, welche dann im 3. Kapitel ausführlicher vorgestellt werden. Anhand von Bildern bekannter Künstler werden Möglichkeiten der Bildsprache aufgezeigt und erläutert. Anschließend geht es um Graustufen und Farbigkeit, Körperproportionen und -aufbau. Hier gibt es viele wertvolle Tipps und Tricks. Im 4. Kapitel folgt das Verzeichnis von 31 typischen Fantasy-Figuren von Held über Zauberer und Elf bis Imp. Hierbei gibt es für jede Figur eine kurze Einführung über die typischen Merkmale und das übliche Vorkommen und Verhalten, eine reduzierte Zeichnung, die sich gut zum Kopieren und Verändern eignet, ein koloriertes Beispiel und viele Vorschläge für Variationen und Details.

Perfekt wäre es gewesen, hätte das Buch eine Spiralbindung erhalten, so dass man aufgeschlagen besser damit arbeiten kann. Trotzdem ein starker Titel in gewohnter Topp-Qualität, der Lust auf eigene Kreativität macht.

Zeit der Dämmerung
Das Geheimnis der Rosenlinie

Autor: Wilfried Esch
ISBN-13: 978-3-939908-86-9
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 1
Einband: Klappenbroschur
Seiten: 544
Verlag: Edition Lempertz
Preis: 12,95 €

 

Covertext: Deutschland brennt! Protestanten kämpfen gegen Katholiken, die europäischen Fürstenhäuser um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich. Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges hegt der Kölner Kurfürst, Erzbischof Ferdinand non Wittelsbach plötzlich ein großes Interesse, seinen 400 Jahre zuvor unter rätselhaften Umständen ermordeten Vorgänger Engelbert von Berg, unter allen Umständen heilig sprechen zu lassen. Als aus dem Bonner Cassiusstift das Tagebuch des Caesarius von Heisterbach gestohlen wird, beauftragt der Kurfürst den Anwalt und Ermittler Matthias Liebknecht mit der Wiederbeschaffung dieser wertvollen Schrift. Doch der Anwalt hat es mit einem Gegner zu tun, der vor nichts zurückschreckt. Eine mörderische Hetzjagd quer durch Europa und vier Jahrhunderte beginnt. Welches Geheimnis verbindet die beiden mächtigen Kurfürsten über 400 Jahre? Die Jagd nach dem Dieb und Mörder führt Liebknecht schließlich auf die Spur eines uralten Mysteriums und einer schier unglaublichen Wahrheit. Die kurfürstliche Residenzstadt wird zum Mittelpunkt eines todbringenden Geheimnisses, das Jahrhunderte ruhte und urplötzlich zu einem neuen Leben erwacht.

Rezension: Historische Romane lese ich normalerweise lediglich mit der Hoffnung auf eine gut erzählte Story vor mittelalterlichem Hintergrund. Zu häufig fehlt mir sicheres Wissen zu geschichtlichen Daten, als dass ich tatsächliche historische Zusammenhänge erkennen oder einordnen könnte. Doch Wilfried Esch gelingt es mühelos, in die verschiedenen Zeitebenen hinein zu führen und diese konsequent immer mehr miteinander zu verflechten, bis sich ein schlüssiges und stimmiges Gesamtbild ergibt. Er schreibt spannend und gut recherchiert, vor dem inneren Auge entstehen überzeugende Schauplätze und Charaktere und beinahe atemlos folgt man den Protagonisten durch ihre Geschichte.

Ich muss jetzt unbedingt mal Zeit für den Folgeband finden.

Das Mittelalter
Von der Völkerwanderung bis zur Entdeckung Amerikas

Autor: Reinhard Barth
ISBN-13: 978-3-625-12968-4
Erscheinungsjahr: 2011
Auflage: 1
Einband: kartoniert
Seiten: 120
Verlag: Naumann & Goebel Verlagsgesellschaft
Preis: 4,95 €

Covertext: Vieles von dem, was unser heutiges Leben prägt, ist im Mittelalter entstanden: die kommunale Selbstverwaltung, die Parlamente, der Nationalstaat. Auch politische Konflikte haben ihre Wurzeln nicht selten im Mittelalter. So wirken etwa die Kreuzzüge in der Verständigung zwischen dem Islam und der wichtigen Welt bis heute nach. Dieses Buch erläutert die wichtigsten Ereignisse zwischen dem Untergang des Weströmischen Reichs und der Renaissance fundiert, umfassend und leicht verständlich. Doch nicht nur die großen politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen spielen eine Rolle, auch das Alltagsleben der Menschen wird beleuchtet. So entsteht ein buntes, lebendiges Bild einer zu unrecht als "finstere Epoche" verschrienen Zeit.

Rezension: Wissen kompakt heißt die Reihe aus dem Hause Naumann & Goebel und das ist die treffende Beschreibung für diesen Titel. Auf 120 Seiten ist die Geschichte unserer Kultur in wichtigen Schlaglichtern beleuchtet, straff zusammengefasst und von beeindruckenden Bildern und Fotografien untermalt. Auf jeweils einer Seite werden Ereignisse, Personen oder zeitgeschichtliche Umstände für den geschichtsinteressierten Laien vorgestellt und erklärt. Eine ausführliche Beschäftigung mit einzelnen Bereichen muss bei der Menge der verschiedenen Themen und der betrachteten Zeitspanne natürlich außen vor bleiben, doch ist dieses Buch bestens geeignet, um einen allgemeinen Überblick zu bekommen. Reinhardt Barths Stil ist klar und präzise, sein Buch ein guter Einstieg in den autodidaktischen Geschichtsunterricht.

Für Kenner höchstens ein schnelles Nachschlagewerk, aber für den Preis ein niedrigschwelliges Angebot an alle, denen Geschichte bisher trocken, langweilig und unübersichtlich erschien. Auch als zusätzliche Lektüre für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe zu empfehlen.

   
Rezensionen: Cornelia Niehus  



Erscheinungsweise: Zweimonatlich

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