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Ausgabe 7 - Seite 7 - Vorstellung Burg Regenstein

Ausgabe Nr. 07/2011 Web-Zeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 14. August 2011


Burg Regenstein - Vorstellung

Homepage
http://www.blankenburg.de/index.php?menuid=52

Eine Vorstellung von Michael Woiki

Burg Regenstein

Im und rund um den Harz gibt es viele Burgen, von denen die meisten aus dem Früh- und Hochmittelalter stammen.

Burg Regenstein, thronend auf einer 2,5 km langen und 295 m hohen aus der Kreidezeit stammenden Sandsteinformation und 3km nördlich von Blankenburg gelegen, wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen genutzt. Ob als Wohnplatz oder als Kultstätte ist bisher nicht nachzuweisen. Allerdings zeugen zahlreiche Funde aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit von der vorgeschichtlichen Anwesenheit des Menschen. Neben den deutlich erkennbaren, sehr alten Bearbeitungsspuren der Felsen sind auch diverse schalenförmige Ausarbeitungen im Sandstein zu erkennen, die auch auf eine Bedeutung als Kultplatz der Regensteinanlage hindeuten.

Der Sage nach wurde die Burg Regenstein 479 von Ritter Hatebold aus Veckenstedt erbaut. Der edle Sachse soll sich in den Kämpfen zwischen Thüringern und Sachsen in der Völkerwanderungszeit durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet haben und erhielt als Dank das Land rund um den Regenstein als Lehen. Hatebold gilt somit als Gründer des Geschlechts der Grafen von Regenstein.

Urkundlich wurde erstmals 1162 der Comes de Regenstein, Konrad – der Sohn des Grafen Poppo I. von Blankenburg (aus dem Haus der Reginbodonen), als Graf von Regenstein namentlich erwähnt. Berühmt wurde die Burg vor allem durch den Grafen Albrecht II. von Regenstein (1310–1349), der in den 1330er Jahren häufige Streitigkeiten mit den Regierenden der umliegenden Städte, dem Bischof von Halberstadt und der Äbtissin von Quedlinburg hatte und als sagenumwobener Raubgraf in die Geschichte Eingang fand. Im 15. Jahrhundert zog die Regensteiner Grafenfamilie auf das Blankenburger Schloss. Die Burg verfiel und wurde zur Ruine. Der letzte männliche Nachfahre des adeligen Geschlechtes, Graf Johann Ernst von Regenstein, starb 1599.

Nach mehreren Besitzerwechseln wurde im Jahr 1643 Regenstein, das zuweilen auch als Rheinstein oder Reinstein geschrieben wurde, dem niederbayerischen Grafen Wilhelm von Tattenbach als Lehen zugeteil. Dieses Adelsgeschlecht nannte sich von da an "Graf von Reinstein-Tattenbach".

Die Reste der Burg befinden sich auf einem markanten Felssporn. Als Besonderheit gilt die aus dem Sandstein herausgearbeitete Architektur mit ihren heute noch erhaltenen 32 Felsräumen und Gräben, die größtenteils noch besichtigt werden können.

Zusätzlich hatte die etwa 180 × 90 m große Burg im Mittelalter zahlreiche Gebäude, vier Toranlagen und sieben Türme. Archäologisch nachgewiesen sind Warmluftheizungen an mehreren Stellen und eine 20 m tiefe Zisterne. Die Der Regenstein war vom 12. bis 15. Jahrhundert Herrschaftsmittelpunkt der gleichnamigen Grafschaft, deren Machtfülle den größten Teil des Nordharzes und seines Vorlandes umfasst.

Im Jahre 1670 besetzte Kurbrandenburg die alte Residenz und errichtete in relativ kurzer Bauzeit eine Bergfestung mit fünf Hauptbastionen, mehrere Gebäude (Magazin- und Zeughäusern, Kasernen, Wirtschaftshäusern) und einen 197 m tiefen Brunnen sowie aufwendige Toranlagen. Diese Festung richtete sich zunächst gegen Braunschweig (Blankenburg) und sollte Magdeburg und Halberstadt im Vorfeld sichern. Unter Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. wurde die Festung weiter ausgebaut und auf den gesamten zwei Kilometer langen Höhenrücken ausgedehnt. Nach der Befreiung von einer französischen Besatzung während des Siebenjährigen Krieges sind die Festungsgebäude 1758 zerstört worden. Die gemauerten Bastionen und Erdwerke sowie die Toranlage sind jedoch auch heute noch sichtbar. Die Burg und Festung Regenstein blieb bis 1945 eine preußische Enklave inmitten braunschweigschen Territoriums.

Quellen:
www.Blankenburg.de

Wikipedia – Die freie Online Enzyklopädie
http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Regenstein

Bernd Sternal, Lisa Berg, Wolfgang Braun: Burgen und Schlösser der Harzregion


 

 



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