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Ausgabe 7 - Seite 2 - Holger Weinbach - der Autor der Eiswolfsaga

Ausgabe Nr. 07/2011 Web-Zeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 14. August 2011



Holger Weinbach - der Autor der Eiswolfsaga

Ein Portrait von Manfred Lohmann



Holger Weinbach Holger Weinbach wurde 1971 im baden-württembergischen Buchen geboren. Nach seinem Abitur 1990 am Technischen Gymnasium in Mosbach und der üblichen Bundeswehrzeit begann er 1991 seine Ausbildung als Architekt, die er mit dem Architekturstudium in Karlsruhe erfolgreich abschloss.
Mit Frau und zwei Kindern lebt und arbeitet er heute in seiner Wahlheimat Freiburg.
Seit vielen Jahren bewegt Holger Weinbach sich privat in der Mittelalterszene. Für seine historischen Romane recherchiert er nicht nur mittels einschlägiger Fachliteratur, sondern mit Vorliebe an Originalschauplätzen sowohl in Deutschland als auch in Skandinavien

Erst spät begann Holger Weinbach als Schriftsteller zu arbeiten. Im Jahr 2004 gewann er mit seiner Kurzgeschichte "Im Winter" den 2. Preis in einem Wettbewerb des Herbert-Utz-Verlages. Diese Geschichte wurde in der Anthologie "Dazwischen" veröffentlicht.
Um seiner Leidenschaft, dem Schreiben, mehr Zeit widmen zu können, hat er sich 2009 als Autor und Architekt selbstständig gemacht.
Sein erster großer Erfolg als Schriftsteller war "Brudermord", der erste Band seiner "Eiswolfsaga", den er 2009 veröffentlichte. Dieser Band ist inzwischen in 3. Auflage im ACABUS-Verlag erschienen.
Der zweite Band aus dieser Reihe, "Irrwege", erschien 2010 ebenfalls im ACABUS-Verlag.
Ebenfalls im Jahre 210 erschien sein Buch "Das Praxisbuch zum Seelenhaus" im ViaNova-Verlag. Dieses Buch schrieb er als Co-Autor zusammen mit Dr. Peter Reiter.

Vor einigen Tagen habe ich Holger Weinbach gebeten, mir einige Fragen zu seinem Werk zu beantworten, was er sehr gern tat. Natürlich habe ich dabei auch versucht, einen kleinen Ausblick auf den mit Spannung erwarteten 3. Band seiner "Eiswolfsaga" zu bekommen. Exclusiv für PRAECO MEDII AEVI gab er diese Vorinformation.

Die Hompages des Autors:
www.holger-weinbach.de
www.die-eiswolf-saga.de



Praeco Medii Aevi:
Architekt und Autor - wie kommt man als Architekt zum Schreiben und warum ausgerechnet historische Romane?

Holger Weinbach:
Es gibt viele Formen der Kreativität. Die Architektur als eine Ausdrucksform der Gestaltung ist sogar eine der ältesten. Während des Studiums habe ich gelernt, meine Kreativität als Gebäude umzusetzen. Der Beruf des Architekten ist allerdings sehr technisch orientiert und im Alltag des Bauens tritt die Kreativität oft in den Hintergrund. Daher habe ich mit der Zeit eine andere Form gefunden, meine Kreativität zu kanalisieren und zu Papier zu bringen. Ich habe also erst spät mit dem Schreiben begonnen. Dabei habe ich aber festgestellt, dass die Methodik im Umsetzen meiner Ideen, ganz gleich ob in der Architektur oder der Literatur, sich nicht großartig voneinander unterscheidet. Natürlich unterscheiden sich die Ideen für ein Bauwerk grundlegend von der einer Geschichte. Doch wenn man den groben Entwurf vorliegen hat, die erste Skizze umrissen wurde, dann arbeite ich in beiden Bereichen auf ähnliche Vorgehensweise.
Weshalb ich für meine Romane das Genre des Historischen Romans gewählt habe, ist nicht gerade zufällig. Ursprünglich wollte ich die Saga als Fantasy-Roman verfassen, verwarf den Gedanke aber wieder, obwohl ich das Genre sehr gerne lese. Vielleicht sind die Vorbilder zu groß … Also habe ich die Romanidee in einem ähnlichen Genre angesiedelt und wählte als Hintergrund die Zeit des Übergangs zwischen dem frühen und hohen Mittelalter. Und da mich diese Epoche privat sehr fasziniert, fiel mir die Entscheidung leicht.

Praeco Medii Aevi:
Warum sind die Bücher gerade in der Wikingerzeit angesiedelt, was ist so besonders an dieser Zeit?

Holger Weinbach:
Nach der Überprüfung meiner Idee auf verschiedene Begebenheiten fand ich die Zeit der Ottonen außergewöhnlich passend. Da die Geschichte im Süddeutschen Raum beginnt, später sich aber nach Norden verlagert, sah ich hierin einen spannenden Wechsel. Zum einen haben wir das Kaiserreich unter Otto I. und Otto II., was die Bindung der Deutschen mit Rom verstärkte. Auf der anderen Seite gibt es aber eine mystische Welt im Norden mit ihrer Mythologie, die der germanischen sehr ähnlich ist. Hier beginnt meine ursprüngliche Idee, die Geschichte als Fantasy-Roman erzählen zu wollen, wieder Fuß zu fassen, denn es schafft mir den Raum, etwas „Zauber“ mit aufzunehmen. Diese Möglichkeit bietet mir die Epoche grundsätzlich, da gerade zur Zeit von Otto I. nicht viel dokumentiert wurde. Es gibt gewisse Interpretationsräume, die ich hin und wieder ausnutze, ohne den historischen Rahmen zu sprengen. Und die nordische Mythologie hat an sich schon etwas Faszinierendes an sich.





Praeco Medii Aevi:
Die Quellenlage für die Wikingerzeit ist ja nun nicht sehr üppig. Wie recherchiert man für solche Romane?

Holger Weinbach:
Als ich mit der Recherche begonnen habe, merkte ich, wie gering mein Wissen ist. Vor allem mit dem Beginne des zweiten Bandes, in dem das Volk der Svear an Bedeutung gewinnt, musste ich tiefer in die Recherche einsteigen. Zum einen decke ich das mit Fachliteratur ab, sowohl in Form von Büchern wie auch Zeitschriften. Andererseits gibt es diesbezüglich auch gute Dokumentarfilme, die zudem visuelle Eindrücke liefern. Als ich jedoch wusste, dass ein Teil der Geschichte auf Björkö in Schweden spielen würde, habe ich mich 2008 entschlossen, die Insel selbst aufzusuchen, um die notwendigen Informationen zu sammeln. Es war sehr eindrucksvoll, was ich dort zu sehen bekam, sowohl im Rahmen der Museumsausstellung wie auch der experimentellen Archäologie vor Ort. So erwachte Birka vor einem inneren Auge zum Leben und ich hoffe bei meinen Lesern den gleichen Effekt bewirken zu können.

Praeco Medii Aevi:
Weniger bekannt ist, dass Du zusammen mit Dr. Peter Reiter ein Buch mit dem Titel "Das Praxisbuch zum Seelenhaus" geschrieben hast. Wie kam es zu diesem Buch?

Holger Weinbach:
Dr. Peter Reiter lernte ich 2008 kennen. Er hat eine Reihe von interessanten therapeutischen Methoden entwickelt, zu denen er auch diverse Bücher geschrieben hat. Als ich eines seiner Seminare besuchte, fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte mit ihm das zweite Buch zur „Seelenhaus-Methode“ zu schreiben. Spontan sagte ich zu. Es war eine interessante Erfahrung, zum einen über etwas völlig anderes zu schreiben, zum anderen mit einem Co-Autor ein Buch auf die Beine zu stellen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe damit einigen Menschen helfen zu können. In Zukunft werde ich mich aber wohl auf die Belletristik konzentrieren.

Praeco Medii Aevi:
Von der "Eiswolf-Saga" sind bisher zwei Bände erschienen, der dritte Band soll bis Mitte 2012 erscheinen, den wir schon etwas ungeduldig erwarten. Wie geht es mit der Geschichte weiter, ist die brennende Frage.

Holger Weinbach:
Ich weiß, dass ich die Geduld meiner Leser etwas strapaziere, weil zwischen Band 2 und 3 etwa 1 ½ Jahre liegen werden. Ich hoffe dennoch, dass mir meine Fans treu bleiben und Faolán, Svea und all die anderen Figuren bis dahin nicht aus den Augen verlieren werden. Leider kann ich die Veröffentlichung nicht beschleunigen, da mein Brotberuf mich ebenfalls bindet. Die Literatur läuft nämlich bisher nur als kleiner Nebenerwerb. Ich hoffe, dass sich dies bald ändern wird und ich mehr Zeit für meine weiteren Büchern finden werde.
Wie es mit der Geschichte weiter geht? … eine gute Frage und ich freue mich natürlich, dass sie brennend ist. Mit der Antwort möchte ich aber nicht zu viel verraten, sonst würde ich die Spannung, die am Ende des zweiten Bandes aufgebaut wurde, mit einem Mal zerstören. Doch dazu später mehr ...

Praeco Medii Aevi:
Wird es noch einen vierten oder noch weitere Bände der Saga geben?

Holger Weinbach:
Ursprünglich war die Geschichte auf drei Bände ausgelegt, doch der Umfang wurde so groß, dass bereits der erste Band in zwei Teile gesplittet wurde. Daher rechne ich im Moment mit insgesamt 6 Bänden, wobei ich mich nicht festlegen möchte. Die Geschichte entwickelt sich immer noch weiter. Momentan steht der große Rahmenplot mit dem Verlauf, den Zwischenstationen und dem „großen“ Finale. Doch während des Schreibens entwickeln sich die Charaktere weiter und damit auch ein gewisses Eigenleben – und daraus können wiederum gänzlich neue Situationen entstehen, die ich bisher noch nicht bedacht habe. Zudem erhalte ich durch die ständige Recherche immer wieder neue Anregungen, die ich hin und wieder in die Saga einbauen möchte. All dies bringt Veränderungen mit sich. Je nach dem wie es sich die Einzelheiten weiter entwickeln, könnten es aber auch nur 5 Bände bis zum Abschluss der Saga werden. Festlegen möchte ich mich aber noch nicht, aber es wird sicher nicht mehr als 6 Bücher geben.

Praeco Medii Aevi:
Gibt es für die Leser von Praeco Medii Aevi einen kleinen exklusiven Ausblick auf diesen dritten Band?

Holger Weinbach:
Eine Leseprobe kann ich leider noch nicht veröffentlichen, da das Manuskript sich noch in der Rohfassung befindet. Aber ich kann etwas über den weiteren Verlauf erzählen ...
Faolán erwacht auf einem Schiff der Nordmänner und ist verzweifelt. Er weiß weder etwas über den Verbleib von Svea noch von Brandolf. Er hat bereits drei Menschen auf seiner initiierten Flucht sterben sehen und fürchtet nun auch um das Leben seiner Liebsten. Doch die Realität holt ihn schneller ein, als ihm lieb ist. Er muss sich auf dem Langboot der Nordmänner beweisen und erlangt somit die Aufmerksamkeit von Bjoren Langarm, dem Jarl und Anführer dieser gewagten Mission, so tief in fremdes Land. Er hat nicht die Weissagung von Jorund vergessen, ebenso wenig wie den Traum von Gorm.
Während Faolán sich unweigerlich von der Heimat entfernt, bleibt dort die alte Rivalität bestehen. Degenar ist nach den Geschehnissen in Neustatt ein gebrochener Mann und zweifelt an sich und seinen Vorstellungen. Walram versucht die Gunst der Stunde für sich zu nutzen, nachdem er von Drogo nichts mehr zu erwarten hat. Doch der Kellermeister Ivo und Faoláns Freund Ering haben ein wachsames Auge auf den Abt und versuchen das Schlimmste abzuwenden. Und auch Konrad wird tiefer in die Ereignisse gezogen als diesem lieb ist, nachdem er nun endlich die Ausbildung zum Ritter begonnen und seine Herzensdame gefunden hat, drohen die Ereignisse ihm all das zu entreißen …
Über einige Charaktere schweige ich mich noch aus, um nicht zu viel zu verraten. Ich hoffe dennoch, dass die Leser mit Spannung den 3. Band erwarten und die Geschichte um Faolán weiter mit Eifer verfolgen.


Erscheinungsweise: Zweimonatlich Vervielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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