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Ausgabe 7 - Seite 1 - Rezension Die Eiswolfsaga

Ausgabe Nr. 07/2011 Web-Zeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 14. August 2011



Rezension - Die Eiswolfsaga



Eine Rezension von Manfred Lohmann



cover_brudermordBrudermord
Teil 1 der Eiswolf-Saga

Das Ostfrankenreich im Jahr 956: Es herrscht wieder Frieden im Reich König Ottos, nachdem im Vorjahr die ungarischen Horden auf dem Lechfeld geschlagen wurden. Doch die vermeintliche Ruhe trügt. Die noch vor wenigen Monaten einig hinter dem König stehenden Fürsten trachten danach, ihre Macht im Reich zu festigen und ihren Einfluss auszudehnen. Kaltblütig werden selbst gegen die eigene Familie Intrigen geschmiedet!

Durch einen Verrat seines Bruders soll die gesamte Familie des Grafen Farold gemeuchelt werden. Einzig dem siebenjährigen Sprössling Rogar gelingt die Flucht. Traumatisiert und ohne Kenntnis über seine wahre Identität, gelangt er in ein Benediktinerkloster. Der Abt hingegen ahnt, wer der Junge ist und nimmt ihn unter dem Namen Faolán in das Noviziat auf. Der Abt und der Kellermeister versuchen den Knaben vor den meuchelnden Fingern des Verräters zu bewahren.

Doch auch die irdischen Mächte bleiben nicht untätig. Der junge Ritter Brandolf, der seinem Herrn Farold selbst nach dessen Tod treu ergeben ist, strebt danach, Rogar zu finden. Er hat geschworen, ihn zu seinem rechtmäßigen Erbe zu verhelfen und den Verräter aufzuhalten. Zu diesem Zweck rufen er und sein Vater die höchste Instanz im Reich an, König Otto selbst, und beschuldigen Farolds Bruder öffentlich des Verrats. Doch der Herrscher hat weitreichende Pläne und benötigt hierzu schlagkräftige Vasallen …

Unwissend über all diese Streitereien, lernt Faolán eines Tages das Mädchen Svea kennen. Durch diese Begegnung beginnt sich sein Leben dramatisch zu verändern. Sein Weltbild gerät ins Wanken, als er sich seiner Liebe zu Svea bewusst wird. Faolán versucht alles in seiner Macht stehende, um das Mädchen wiederzusehen. Dabei begeht er einen fatalen Fehler, der seinen Häschern nach all den Jahren endlich eine Gelegenheit bietet, den wahren Erbe der Grafschaft ein für alle Mal aus dem Weg zu schaffen.

Erschienen im:
ACABUSVerlag
ISBN: 978-3-86282-006-1
340 Seiten, Paperback
14 x 20,5 cm
Preis: 13,90 EUR



cover_irrwegeIrrwege
Teil 2 der Eiswolf-Saga

Das Ostfrankenreich im Jahr 963: In Begleitung seines treuen Gefährten Konrad wird der Benediktinernovize Faolán in das streng reglementierte Columbankloster verbannt. Dort scheint jedoch nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen, und Tag für Tag wächst auch Faoláns Sorge um Svea, seine große Liebe. Von dieser Furcht getrieben, entwickelt Faolán einen gefährlichen Fluchtplan um den eigenartigen Columbanbruder Clemenza.
Etwa zur selben Zeit befindet sich der Edelherr Brandolf auf der Suche nach dem verschollenen Grafensohn Rogar, dessen ermordetem Vater er einst den Eid geleistet hat, sich um den Knaben zu kümmern. Doch der Mörder von damals lässt nichts unversucht, um dies zu verhindern.

Eines Tages trifft der Edelherr auf zwei verwahrloste Pilger, deren Identität einige Fragen aufwirft, während Prior Walram, Graf Rurik und dessen Sohn Drogo bereits neue Ränke schmieden.

Allerdings rechnet keiner von ihnen mit dem Einfluss jener Männer, die einst für den Überfall auf die Grafenburg verantwortlich gemacht wurden ... bis das Schicksal ihre Wege kreuzt!

Erschienen im:
ACABUSVerlag
ISBN: 978-3-941404-29-8
396 Seiten, Paperback
14 x 20,5 cm
Preis: 13,90 EUR

Rezension:
Mit den beiden ersten Bänden seiner "Eiswolfsaga" hat Holger Weinbach eine solide Basis für weitere Bände seiner Saga geschaffen. Geschickt baut er sein Werk auf gleich drei Handlungsstränge auf, die jeweils aus der Perspektive der wichtigsten und tragenden Charaktere geschrieben sind.
Behutsam führt der Autor diese drei Stränge immer wieder zusammen, verwebt sie und lässt sie doch eigenständig. Zahlreiche "Nebencharaktere" bringen Intrigen, finstere Machenschaften, Verrat und viele Abenteuer in die Handlung und sorgen so für einen spannenden, abwechselungsreichen Lesestoff um den Novizen Faolán, dem Ritter Brandolf und dem Bauernmädchen Svea. Natürlich kommt auch als weitere "Komplikation" die Liebe nicht zu kurz, die sich zwischen Faolán und Svea entwickelt.
Holger Weinbach versteht es mit leichter Hand all diese Verwickelungen zu verflechten ohne dabei unübersichtlich oder gar verworren zu schreiben. Er gesteht dabei nicht nur seinen Protagonisten eigene Kapitel zu, sondern auch durchaus den Nebencharakteren und schafft so ein facettenreiches, aus vielen Blickwinkeln beleuchtetes und umfassendes Bild einer bewegten Zeit.
Unterstützt wird dieses Bild durch die geschickte Verlagerung der Handlung in jene geheimnisvolle Welt der Wikinger, in der der Autor seine Saga sich mehr und mehr entfalten lässt. Dabei gelingt ihm der Spagat zwischen reiner Fantasy und historischem Roman geradezu meisterhaft. Seine Romane spielen vor historischem, einwandfrei und sehr gründlich recherchiertem Hintergrund.
Vergeblich sucht man jedoch nach umfangreichen "Daten- oder Namenkolonnen", die diesen geschichtlichen Hintergrund widerspiegeln, Holger Weinbach lässt durch seine bildgewaltige Sprache diese historische Welt vor dem Auge der Leser entstehen, vergleichbar mit einem exzellentem Bühnenbild, vor dem die "Darsteller" agieren und die Handlung bestimmen. Dennoch merkt man an vielen Details, dass dieser Hintergrund sehr sorgfältig in sein Werk einfließt und so eine gelungene Komposition aus fiktiver Handlung und historischen Fakten entstanden ist.

Ergänzt wird jedes Buch durch ein Personenregister im Anhang, das sich als sehr nützlich und hilfreich erweist. Die Aufmachung lässt jedoch etwas zu wünschen übrig. Die Cover sind grafisch und farblich sehr gut und passend zum Inhalt gestaltet, jedoch würden ein fester Einband und ein etwas aufgelockerter Druck dem sehr gutem Inhalt gerechter. Das aber liegt nicht am Autor, sondern hier ist der Verlag gefordert, optisch etwas mehr aus diesem Werk zu machen.

Fazit:
Holger Weinbach hat mit seiner „Eiswolfsaga“ nicht nur ein bildgewaltiges Werk geschaffen. Die Romane sind von der ersten bis zur letzten Seite durchdacht und bis ins Detail genauestens recherchiert. Dabei kommt der Autor ohne langatmige, unnötige Schilderungen aus und baut seine Werke sinnvoll aufeinander auf. Eine Saga, die mich fesselte und „Hunger“ auf mehr macht - mit Freude und voller Spannung erwarte ich den angekündigten dritten Teil dieser Saga, der den Arbeitstitel "Wolfsnacht" trägt…






Erscheinungsweise: Zweimonatlich Vervielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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